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Vier Tage in Rom
Es gibt Momente im Leben, da möchte man einfach mal ganz weit weg sein... Na, diesen Wunsch kann man manchmal erfüllen. Um dem Geburtstagstrubel wenigstens am Geburtstag selbst zu entgehen, wurde Christian nach Rom entführt. Ihr sollt nun an unserer erlebnisreichen und anstrengenden Reise teilnehmen.
Wir flogen am Abend über München nach Rom Fiumicino und fuhren von dort mit dem Zug zum Bahnhof Termini. Alle Reiseführer hatten vor Schwarztaxis gewarnt und zum Glück hatte ich das gelesen. So brauchten wir statt 35 EUR im Privatwagen nur 14 EUR im offiziellen Taxi bezahlen. Nach 23.00 Uhr kamen wir in unserem Hotel an und waren ziemlich erschöpft, schließlich hatten wir ja am Tage noch fleißig in Deutschland gearbeitet. Aber auf den Geburtstag stießen wir um Mitternacht schon noch an!
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Das reichliche Hotelfrühstück versöhnte dann etwas mit dem verstaubten Charme des Grand-Hotels, das wohl schon bessere Tage gesehen hat. Aber zum Schlafen war's ausreichend und länger hielten wir uns sowieso nicht dort auf. Außerdem hatten wir einen herrlichen Blick vom Hoteldach und auch von unserm Balkon. |
So konnte es am nächsten Morgen dann gleich gut gestärkt losgehen:
Die Stadt ROM
Mit Bus und Metro gelangten wir in die Innenstadt. Das Dreitagesticket kostete nur 11 Euro. Und sofort umfing uns der typische italienische Trubel. Mopeds, Autos, Menschen, Lärm. Daran muss man sich erstmal gewöhnen! Aber die herrliche Stadt nahm uns sofort gefangen. Über Brücken und durch Gassen schoben wir uns mit vielen anderen Touristen zuerst zum Pantheon, dann vorbei an der Engelsburg zum Piazza Nuova. Schon grüßt in der Ferne der Petersdom.
Dann brauchten wir erstmal eine Rast auf der Spanischen Treppe...
In der Via Cottone hielt ich dann das Geld ganz fest. Bei diesen Modegeschäften kann man(n) schon in Versuchung kommen. Wir hatten sowieso den Eindruck, dass es in Rom mehr Bekleidungsgeschäfte für Herren gibt als für Frauen.
Leider fanden wir dann am Abend in der Nähe der Spanischen Treppe nicht das passende Restaurant für uns, so dass der Geburtstag nicht mit einem schönen Essen ausklingen konnte...
Roma antiqua
Vom Nationaldenkmal am Piazza Venezia hatten wir schon einen Blick aufs Forum Romanum geworfen. Jetzt sollte die richtige Besichtigunsgtour starten. Wir fuhren mit der Metro bis zum Colosseum und reihten uns erstmal in die Schlange der Wartenden ein. Nach Entrichtung von 10 EUR durften wir dann die Stätte von Gladiatorenkämpfen und anderen Spielen betreten. Ein Kreuz steht in der Arena zum Gedenken an die Christenverfolgung.
Weiter ging unsere Tour über das Forum Romanum. Diese Stelle des antiken öffentlichen Lebens kann man auch heute kostenlos betreten. Für den Palatin ist dann die Eintrittskarte des Colosseums mit gültig. So hat sich auch diese Ausgabe gelohnt.
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Severusbogen |
Via Sancta mit Blick zum Palatin |
am Umbilicus Urbis, dem Nabel der Welt |
Haus der Vestalinnen |
Phokassäule |
Titusbogen und Colosseum |
Blick vom Palatin über den Circus Maximus |
Palatin: Farnesianische Gärten |
Immer und überall grüßt der Petersdom |
Vatikan
Natürlich führen in Rom alle Wege zum Petersplatz in den Vatikan. So zog auch uns jeden Abend ein Magnet dorthin. Aber es ging vielen Anderen wohl ebenso. Stundenlang schienen manche auszuharren und zu warten, dass sich ein Fenster der päpstlichen Wohnung öffnete... Nunja, es war ja schon eine außergewöhnliche Woche mit Konklave, Papstwahl und Intronisation. Und dieses Fest am Sonntag ließen wir uns natürlich nicht entgehen! Aber zuvor besuchten wir den Petersdom und die Vatikanischen Museen, eine der umfangreichsten Schatzkammern der Welt.
Am Sonntag, sofort nach Frühstück und Kofferpacken, zogen wir dann los, um etwas vom großen Ereignis der Papstinthronisation zu sehen. Die Stadt war nicht mehr voller Menschen als sonst und auch das Gedränge hielt sich in Grenzen. Entweder sind die Römer gelassener in solchen Dingen, oder sie haben die Situation einfach gut im Griff. Allerdings gab es schon Absperrungen und ein Heer an Polizei. Und natürlich war der Petersplatz und die dorthin führenden Straßen voller Menschen. Da aber überall große Videoleinwände aufgebaut waren, war von jedem Platz gute Sicht garantiert. Wir hatten einen schönen Platz am Eingang des Petersplatzes ergattert, der es auch erlaubte, uns auf einen Mauervorsprung zu setzen und auszuruhen. So konnten wir den Papst sogar mit bloßem Auge sehen - wenn auch in ca. 300 Meter Entfernung...
Andere hatten sich ja schon einen Tag vorher ihren Platz reserviert:
Mit diesem unvergleichlichen Erlebnis ging unser kurzer Rom-Aufenthalt zu Ende. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass die vier Tage richtig anstrengend waren, denn wir sind jeden Tag sofort nach dem Frühstück aufgebrochen und erst spät ins Hotel zurück gekehrt. Aber bei allen Anstrengungen wird uns Rom in Erinnerung bleiben als grüne Stadt der Brunnen und Kirchen mit wunderschönen Gänseblümchen am Tiberufer.
Und natürlich haben wir jeder drei Münzen in den Trevibrunnen geworfen. Denn nur das garantiert, jemals wieder nach Rom zu kommen...