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Abwandern: Häntzschelstiege (24.10.2004)
Schon seit Langem hatte ich sie im Visier: die Häntzschelstiege am Langen Horn im Affensteingebiet. Für den 24. Oktober war schönes Wetter angesagt und so sollte es wirklich noch in diesem Jahr werden. Wir fuhren wieder mit dem Zug, dieses Mal aber schon 8.46 Uhr - ziemlich zeitig. Aber man braucht halt viel Zeit, um in Bad Schandau über zu setzen und bis zur Kirnitzschtalbahn zu laufen. Und so erreichten wir auch erst die Bahn, die 10.00 Uhr abfuhr. Aber das war nicht zu spät, ich denke, wir waren noch unter den "frühen" Wanderern. Mit der Bahn fuhren wir bis zum Beuthenfall - das war die reine Nostalgie! Man hat schon völlig vergessen, wie es früher in Dresden in der Straßenbahnlinie 1 und 4 zuging! Am Beuthenfall trifft man dann wieder auf viele Touristen, die die bequeme Straße zum Kuhstall nutzen. Wir zweigten aber recht schnell von diesem breiten Weg ab und stiegen steil nach rechts oben in Richtung Bloßstock. Die herrliche Laubfärbung war schon hier beeindruckend.
Nach einer kurzen Wanderung bergan standen wir dann schon vorm Eingang zum Klettersteig. Noch ein paar Leitern und ohweh: es heißt erst ein Mal anstellen und warten! Wir sind also nicht die Einzigen, die sich heute dieses Ziel gesucht haben. Wahrscheinlich wird das aber immer so sein, denn die Häntzschelstiege ist zweifellos die schönste und bekannteste Stiege in der Sächsischen Schweiz. Von unten sieht alles noch ziemlich leicht aus. Auch die zwanzig Höhenmeter, über denen man sich an der Felswand entlang und um eine Felsnase herum hangeln muss, erscheinen nicht allzu hoch.
Wenn man dann aber dort oben steht, sieht die Welt ganz anders aus und nach unten zu sehen habe ich mir erst wieder gewagt, als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Nach dieser Kraxelei geht es noch eine bequeme Leiter hoch und über ein paar kleine Steine. Dann kann man schon eine herrliche Aussicht genießen. Nach Überqueren des oberen Affensteinweges beginnt der obere Teil der Häntzschelstiege. Der Einstieg befindet sich hier zehn Meter tief in einem Felsspalt, der schon durch seine Enge über das Weiterkommen entscheidet. Am Ende des Kamines geht es an Eisen vielleicht sechs Meter steil in die Höhe. Dann verlässt man den Kamin und muss sich noch ein ganzes Stück horizontal und vertikal an den Felswänden entlang hangeln. Das war nicht weniger schwierig als im unteren Teil um die Felskante zu kommen! Nicht einmal fotografieren konnte ich, weil ich einfach keine Hand frei bekam! Dafür wird man dann oben wieder mit einem herrlichen Rundblick belohnt, den die meisten Kletterer jetzt auch zur Mittagspause nutzten. Uns zog es aber weiter, denn unsere Pause war erst auf dem Carolafelsen geplant.
| Aussicht nach der ersten Etappe | Einstieg im Kamin | Endlich oben! | ||
| Auf dem Carolafelsen | Vesper auf den Schrammsteinen | |||
Wir lagen sehr gut in der Zeit, denn trotz des Wartens am Beginn der Stiege war es jetzt erst 12.00 Uhr und genau richtig für die Mittagspause. Wir genossen auch hier auf dem Carolafelsen die herrliche Laubfärbung mit vielen anderen Wanderfreunden. Unser Weg führte uns dann wieder ein Stück bergan und wir gelangten über den Zurückesteig schließlich zum Schrammsteinweg. Die Breite-Kluft-Aussicht war auch heute wieder stark bevölkert. Schade, dass so viele Leute nicht lesen wollen und sich trotz der aufgestellten Schilder hinter der Absperrung niederlassen. Dabei sind die Erosionsschäden durch wilde Wanderwege überall sichtbar. Nun ja, wir vesperten ein Stück weiter weg und genossen die warmen Sonnenstrahlen. Über den Jägersteig und die vordere Promenade ging es dann weiter Richtung Schrammtor, von dort über den Obrigensteig hinunter nach Postelwitz. Leider fuhr wegen Bauarbeiten kein Zug von Schöna, so dass sich auch die Überfahrt nach Krippen nicht lohnte. An der Elbe entlang liefen wir also weiter bis nach Bad Schandau, wo wir, ziemlich erschöpft, unseren Schienenersatzverkehr nach Pirna erreichten. Gegen 17.00 Uhr waren wir dann wieder zu Hause - erschöpft und glücklich!
Tradition: Klammwanderung (07.-09.08.2004)
Das ist nun wirklich schon eine schöne Tradition: Die Wanderung durch die Klamm der Kamenice in der Böhmischen Schweiz. Vor 10 Jahren auf einen Wandertipp der Sächsischen Zeitung hin das erste Mal gemacht, gehört sie nun in den Jahreslauf. Mittlerweile ist daraus sogar ein fester BOYBOX-Termin geworden. Leider ist der schönste Teil der Wanderung seit einem Jahr in die Kernzone des Naturschutzgebietes eingegliedert worden und damit gilt dort: Betreten verboten. Für die Zukunft müssen wir uns also etwas anderes einfallen lassen. Hier nun die Bilder von diesem Jahr:
Himmelfahrt
Wanderung in der Sächsischen Schweiz
Schon lange war es geplant, das Treffen mit Volkers Schwester und Schwager, um ihnen die Sächsische Schweiz zu zeigen. Endlich konnten wir sie überreden, ein paar Tage in Dresden zu verbringen und mit uns zu wandern. Wir suchten uns eine leichte Strecke aus, die aber schon die Schönheiten des Elbsandsteingebirges zeigen sollte. Wie es ordentliche Wanderer tun, fuhren wir natürlich mit dem Zug: 9.16 Uhr ab Dresden-Pieschen bis nach Schmilka. Mit der Fähre setzten wir über und begannen unsere Tour Richtung Affensteine. Über die Rotkehlchenstiege kletterten wir bergan, auf dem Gipfel gab es dann bei einer herrlichen Aussicht bis nach Tschechien die erste, wohlverdiente Rast.
Die Rotkehlchenstiege ist wirklich zu empfehlen. Sie ist nicht zu steil und wesentlich angenehmer zu begehen als zB die Heilige Stiege mit ihren vielen Stufen. Außerdem begegnet man dort kaum Touristen. Die Rotkehlchenstiege führt vom Falkoniergrund bei Schmilka direkt hoch zum Schrammsteinweg. Und dort wollten wir ja auch hin. Nach dem Genießen der Breite-Kluft-Aussicht (die man sich ja immer mit sehr vielen Leuten teilen muss), liefen wir gleich weiter zur Schrammsteinaussicht. Auch hier: viele Leute... Jetzt begann sich auch der Himmel zu verfinstern - Kachelmann hatte es auch so angesagt. Wir mussten uns nun ziemlich beeilen und da wir bei dem beginnenden Regen nicht wieder zurück über die Felsen klettern wollten, stiegen wir über den Mittelwinkelweg zur hinteren Promenade ab. Inzwischen war der größte Guss vorbei, aber es war genug Regen, um uns alle ziemlich nass zu machen - und das trotz guter Vorbereitung und Mitnahme von Regensachen... Unterhalb vom Schrammtor fanden wir dann unter einer mächtigen Buche tatsächlich eine trockene Bank für uns ganz alleine, wo wir dann auch gleich noch ein Mal rasteten und den letzten Proviant verzehrten. Weiter ging es dann abwärts bis nach Postelwitz und dort mit der Fähre nach Krippen zum Zug. 17.30 Uhr waren wir dann wieder zu Hause in Dresden - ziemlich nass, aber immer noch bei guter Laune!